Mai 12

Geschichtsrückblick: Die Jagd auf die Bismarck

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Im Rahmen unseres kürzlich angekündigten Events Die Jagd auf die Bismarck, stellen wir die historische Jagd auf eines der größten Schlachtschiffe, das je gebaut wurde, in den Mittelpunkt. Erfahrt mehr über die Geschichte dieses gewaltigen Ungetüms, bevor ihr euch selbst auf die Jagd begebt!

DIE VERFOLGUNG DER BISMARCK

Im Ersten Weltkrieg war Deutschland eine der Mittelmächte, die den Krieg verlor. Ein halbes Jahrhundert der Flurbereinigung, die Entstehung des Reichs, die Anstrengungen des Eisernen Kanzlers und der Ausgang zahlreicher Kriege in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren buchstäblich vergebens. Am Ende des Krieges war das Deutsche Reich verschwunden. Nach einer Reihe von Revolutionen war ein neues Deutschland, die Weimarer Republik, geboren. Es verlor alle seine Kolonien und etwa 10 % seiner eigenen Landfläche, die unter den sechs Siegermächten aufgeteilt wurde. Das Rheinland, formell deutsches Staatsgebiet, war gemäß dem Friedensvertrag von Versailles über zehn Jahre lang von alliierten Truppen besetzt. Den deutschen Streitkräften wurde eine Anzahl von strengen Einschränkungen auferlegt. Krieg und umstürzlerische Aktivitäten hatten verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes, und darüber hinaus litt es unter der Bürde der beträchtlichen Reparationen, die es an die Siegermächte leisten musste.

Die letzte Baustufe Bismarck an der Anlegestelle in Hamburg

 

Zusammen mit der UdSSR blieb Deutschland jedoch das größte Land Kontinentaleuropas mit einer gut ausgebildeten und arbeitsamen Bevölkerung. Zudem verfügte es über das beste Bildungssystem der Welt – damals wurde Deutsch als die internationale Sprache der Wissenschaft angesehen. Viele hielten jedoch die Bestimmungen des Versailler Vertrags für nicht zumutbar und ungerecht. Nicht selten wurden sie als „Ketten“ angesehen. Nach der Niederlage im Großen Krieg hatten viele Deutsche das Gefühl, sie müssten ihre Verluste rächen und wieder eine Großmacht werden; in der Geschichte gibt es viele Beispiele für die Bedeutung einer starken Marine für die Vormachtstellung eines Landes.

Damals glaubten die meisten Nationen, dass die Stärke einer Marine in seinen Schlachtschiffen lag – einer Kombination aus nahezu unzerstörbarer Panzerung und vernichtenden Geschützen und einige der größten von Menschenhand geschaffenen Werke, gebaut, um alles, was ihnen im Weg liegt, zu zerstören. Viele Länder wünschten sich solche mächtigen Schiffe, hatten aber aus wirtschaftlichen Gründen keinen Erfolg – eine Herstellung dieser Größenordnung hätte ihren Staatshaushalt aufgebraucht. Später kam jedoch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei an die Macht. Am 18. März 1935 kündigte Deutschland den Friedensvertrag von Versailles offiziell auf. Im Sommer 1935 wurden die ersten Schlachtschiffe, die Scharnhorst und die Gneisenau, auf Kiel gelegt.

Diese Schiffe verfügten nur über einen mäßigen Schiffsraum und waren mit relativ schwacher Bewaffnung ausgestattet, dennoch waren es Schlachtschiffe – einige Experten nennen sie alternativ oft Schlachtkreuzer. Direkt nach der Kiellegung wurde das deutsch-britische Flottenabkommen unterzeichnet, das die Einschränkungen für die Entwicklung der deutschen Seestreitkräfte komplett revidierte. Von jetzt an durfte die Tonnage deutscher Seestreitkräfte (mit Ausnahme von U-Booten) in jeder Schiffsklasse nicht mehr als 35 % der britischen Seestreitkräfte betragen. Anders als die vorangegangenen Einschränkungen erlaubte es diese Regelung Deutschland, seine eigene Flotte aufzubauen – aus wirtschaftlichen Gründen war es ohnehin unwahrscheinlich, dass die Bestimmung überschritten würden.

Später, am 1. Juli 1936, wurde in den Werften des Unternehmens Blohm & Voss in Hamburg eines der größten Schlachtschiffe der Welt auf Kiel gelegt. Sein Name war Bismarck, zu Ehren des Eisernen Kanzlers, der Deutschland geeint hatte. Innerhalb von vier Monaten wurde sein Schwesternschiff Tirpitz in der Stadt Kiel auf Kiel gelegt.

Das Schlachtschiff verfügte über recht eindrucksvolle Eigenschaften: eine starke Panzerung, vier Hauptkaliber-Doppelgeschütztürme mit 380-mm-Geschützen, einer Geschwindigkeit von 30 Knoten, eine Gesamtlänge von 251 Metern, drei Dampfturbinen mit einer Gesamtleistung von 150 000 Pferdestärken und dazu eine 2200 Mann starke Besatzung. Zum Zeitpunkt der Jungfernfahrt war es das mächtigste Schlachtschiff der Welt. Später wurde es jedoch von den Schlachtschiffen der japanischen Yamato-Klasse und der amerikanischen Iowa-Klasse übertroffen.

Ihre Schiffstaufe erhielt die Bismarck im Februar 1939. Bei der offiziellen Zeremonie, bei der auch Adolf Hitler zugegen war, wurde das Schiff von Dorothea Sibylle Katharina Von Loewenfeld, geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen, der Enkelin des berühmten Kanzlers Otto von Bismarck, getauft. Das Schlachtschiff wurde im August 1940 in die Flotte aufgenommen. Kapitän Ernst Lindemann übernahm zum Zeitpunkt der Aufnahme das Kommando des Schiffs. Im Sommer 1941 war die Bismarck bereit, in den Krieg einzutreten.

 

Luftaufnahme der Bismarck (rechts oben im Bild) am Ankerplatz in Bergen

Es muss erwähnt werden, dass die deutsche Flotte, obwohl sie über zwei der stärksten Schlachtschiffe verfügte, es nicht mit der Royal Navy aufnehmen konnte, die aus fünfzehn Schlachtschiffen und Schlachtkreuzern bestand. Dem Kommandanten der deutschen Flotte, Großadmiral Erich Raeder, war das bewusst, und er erinnerte Hitler immer wieder an die strategische Bedeutung der Flotte im Allgemeinen sowie an die Schwäche der eigenen Flotte. Tatsächlich war die einzige Möglichkeit für die deutsche Flotte, sollte es zum Krieg mit Großbritannien kommen, sich auf eine Überfalltaktik zurückzuziehen, was sich schon im vorigen Krieg als effektiv herausgestellt hatte. Das Hauptziel der deutschen Flotte war nicht die Überlegenheit auf See, was unter den gegebenen Machtverhältnissen kaum möglich gewesen wäre, sondern die Unterbrechung der Versorgungswege nach Großbritannien. Die erste Kampfmission der Bismarck war als Überfall geplant – sie kreuzte im Atlantik und griff Geleitschiffe an. Es war zwingend notwendig, dass das Schiff direkte Konfrontationen mit mächtigen feindlichen Schlachtschiffen vermied.

 

Die Bismarck, 1940

 

Trotzdem war die Wahrscheinlichkeit einer solchen direkten Konfrontation hoch, und anfangs war für diese Mission geplant, einen Konvoi aus mehreren Schiffen zu senden. Theoretisch hätte die Bismarck von fast allen deutschen Schlachtkreuzern begleitet werden sollen: der Scharnhorst, der Gneisenau und der Tirpitz. Die Tirpitz musste jedoch noch Probefahrten durchlaufen und war nicht bereit für einen Kampfeinsatz. Die Gneisenau war durch britische Luftschläge schwer beschädigt worden und musste sich langwierigen Reparaturen unterziehen. Die Scharnhorst lag auch im Trockendock, weil ihre Motoren repariert wurden. Nach einigen Korrekturen wurde das endgültige Datum der Mission angesetzt. Der Name des Unternehmens lautete Rheinübung.

Am 18. Mai 1941 stach die Bismarck unter dem Kommando von Admiral Günther Lütjens, begleitet durch den schweren Kreuzer Prinz Eugen, von Gotenhafen (heutiges Gdynia in Polen) aus in See. Am nächsten Tag stießen in der Nähe der Insel Rügen die Geleitschiffe Z-23, Z-10 und Z-16 dazu.

Wenn man sich eine Karte des Nordatlantik betrachtet, stellt man fest, dass Deutschlands geografische Lage ziemlich ungünstig für jede Art von Seeoperation ist. Der direkte Weg führte durch den Ärmelkanal. Jeder Versuch, die größeren Schiffe durch den Kanal zu navigieren, würde jedoch unweigerlich zu ihrer Entdeckung und damit zu einem sofortigen Angriff aller verfügbaren Schiffe der Royal Fleet führen. Die Bucht von Biskaya sah vielversprechender aus, da sie nach der Kapitulation Frankreichs von deutschen Streitkräften besetzt war, doch sie war zu weit entfernt. Die Route der Bismarck führte entlang der Küste Norwegens und weiter Richtung Norden an Island vorbei.

Nachdem sie die Dänemarkstraße zwischen Island und Grönland (außer Reichweite der alliierten Streitkräfte) passiert hatten, sollten die Schiffe in den Nordatlantik gelangen und sich situationsgemäß verhalten, d. h. versuchen, Versorgungsschiffe zu überfallen und abzufangen. Ihr Bestimmungsort war die Bucht von Biskaya in Frankreich, wo die Scharnhorst und die Gneisenau in Port de Brest zur Bismarck stoßen sollten. Der nächste Überfall war als kooperative Mission geplant, an der alle Schiffe teilnehmen sollten.

Am 20. Mai passierte die Schwadron das Kattegat, aber die Schiffe wurden gegen 13:00 Uhr von dem schwedischen Flugzeugträger Gotland gesichtet. Die Gotland leitete den Bericht nach Stockholm weiter, wo die Information den britischen Attachés übergeben wurde. Bis zum Abend war die Information über das deutsche Geschwader in Kattegat nach London gelangt. Die Bismarck hörte die Nachricht der Gotland jedoch mit, und Admiral Lütjens schickte einen Funkspruch, um das Deutsche Oberkommando zu informieren. Zeugenaussagen von Zeitgenossen beschreiben Admiral Lütjens als qualifizierten und fähigen Seemann, auch wenn er eher altmodisch eingestellt war; er war kein Freund von Funkstille während eines Kampfeinsatzes.

Als das Geschwader bei Sonnenuntergang die Meerenge direkt bei Kristiansand verließ, wurde sie vom norwegischen Partisanen Viggo Axelsen entdeckt, der diese wertvolle Information an die britischen Streitkräfte weitergab. Die Position des Geschwaders war enthüllt. Am 21. Mai machte ein britisches Flugzeug ein Aufklärungsfoto der mächtigen Schiffe, die im Hafen von Bergen ankerten. Die Analyse der Fotos identifizierte die feindlichen Schiffe korrekt. Die Kreuzer Norfolk und Suffolk wurden losgeschickt, um die dänische Meerenge zu patrouillieren, während der Schlachtkreuzer Hood, das Schlachtschiff Prince of Wales und sechs Torpedobootzerstörer nach Island beordert wurden.

Am selben Abend verließ das deutsche Geschwader die Versorgungsschiffe und stach von Bergen aus in See. Während die Schiffe im Hafen gelegen waren, hatte der Tanker Vollin die Prinz Eugen betankt, allerdings wurde die Bismarck aus bis heute unbekannten Gründen nicht aufgetankt. Viele Historiker nehmen an, dass Admiral Lütjens einen Fehler machte, als er die Betankung der Bismarck ablehnte. Am Morgen des 22. Mai verließen die letzten Zerstörer die Schwadron.

 

Der schwere Kreuzer Suffolk

 

Karte mit den Kursen der Bismarck und der sie verfolgenden Schiffe

 

Als die Hood und die Prince of Wales die Bismarck angriffen, blieb die Prince of Wales allein zurück, nachdem die Hood versenkt wurde. Sie erlitt insgesamt sieben Treffer und musste eine Nebelwand legen, um ihren schnellen Rückzug zu decken. Admiral Lütjens entschied sich, die Prince of Wales nicht zu verfolgen und zu zerstören. Einerseits war es für das deutsche Geschwader eine gute Gelegenheit, ein weiteres britisches Schlachtschiff zu zerstören, was eine beträchtliche Leistung darstellte. Andererseits hätte ein noch längerer Aufenthalt in der dänischen Meerenge das Risiko erhöht, auf andere Schiffe der Britischen Flotte zu treffen: Dies war zu gefährlich, wenn man berücksichtigt, dass die Bismarck bereits beschädigt war, und dass die verbündeten deutschen Basen zu weit entfernt waren. Die Bismarck hatte drei Treffer erlitten, und ihre Geschwindigkeit war auf 28 Knoten gefallen, eine beträchtliche Menge Treibstoff war verloren gegangen und eindringendes Wasser drohte das Schiff zu überfluten. Nach eingehender Betrachtung der Lage beschloss Admiral Lütjens, sich zu Reparaturen nach Saint-Nazaire zu begeben.

 

Die Bismarck feuert auf die Hood, eine von der Prinz Eugen aus gemachte Aufnahme

Die Schlachtschiffe Norfolk und Suffolk begannen, die Bismarck zu verfolgen. Später schloss sich die Prince of Wales der Verfolgung an. Vom Westen aus kamen unter dem Kommando von John Tovey die Hauptkräfte der britischen Flotte hinzu: das Schlachtschiff King George V, der Flugzeugträger Victorious, Geleitkreuzer und sechs Torpedobootzerstörer. Der Flugzeugträger Ark Royal, der Schlachtkreuzer Renown und der Kreuzer Sheffield näherten sich aus Richtung Gibraltar. Alles in allem begaben sich acht Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer, zwei Flugzeugträger, vierzehn Kreuzer und siebenundzwanzig Torpedobootzerstörer auf die Jagd.

Um 23:27 Uhr attackierten die Swordfish-Doppeldecker-Torpedobomber des Flugzeugträgers Victorious die Bismarck – die jetzt, da die Prinz Eugen sich während der Konfrontation mit Wake-Walkers Schiffen davongemacht hatte, allein warund landeten einen Treffer mit einem Torpedo, der nicht viel Schaden verursachte. Am 25. Mai um 03:10 Uhr wechselte die Bismarck den Kurs, und die Verfolger verloren dank des sich verschlechternden Wetters den Kontakt und konnten das Schiff nicht mehr sichten. Um 07:00 Uhr und um 09:00 Uhr schickte Lütjens jedoch zwei Funksprüche, die es den britischen Schiffen ermöglichte, die Bismarck zu lokalisieren. Sichtkontakt wurde erst am 26. Mai um 10:30 Uhr hergestellt, als das Flugzeug Catalina das Schlachtschiff ortete. Mehr als 24 Stunden lang bewegte sich die Bismarck mit variierender Geschwindigkeit in Richtung Frankreich und versuchte, unterwegs die entstandenen Schäden zu reparieren. Als die Bismarck gesichtet wurde, lagen noch etwa 700 Meilen und 35 Stunden bis Saint-Nazaire vor ihr.

 

Das Torpedoflugzeug Swordfish I aus dem Geschwader 820 fliegt über dem Flugzeugträger Ark Royal

 

Die Swordfish-Flugzeuge setzten den Angriff auf das Schlachtschiff erst um 20:47 Uhr fort. Dabei wurde die Bismarck von zwei Torpedos getroffen, von denen einer das Ruder des Schiffs blockierte und verklemmte. Das Schlachtschiff verlor die Kontrolle. Reparaturteams verbrachten die halbe Nacht mit dem Versuch, das Ruder zu reparieren, doch ohne Erfolg. Lütjens schickte das letzte Telegramm: „Schiff manövrierunfähig. Wir kämpfen bis zur letzten Granate.“ Um 21:15 Uhr gab die Kriegsmarine die Direktive aus: Alle U-Boote, die über die nötige Torpedomunition verfügen, mussten sich sofort mit Höchstgeschwindigkeit zur Bismarck auf Quadratnetz BE-29 begeben.

Die mächtigen Schiffe der Alliierten näherten sich und machten sich zum letzten Gefecht bereit. Vom späten Abend bis zum Morgengrauen griffen die britischen Torpedobootzerstörer das beschädigte Schlachtschiff immer wieder an, jedoch ohne Erfolg.

Am 27 Mai um 08:47 Uhr eröffneten die Schlachtschiffe das Feuer. Um 10:39 Uhr wurde die Bismarck durch Torpedofeuer aus nächster Nähe zerrissen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte das Schlachtschiff über keine aktiven Geschütze mehr, mit denen es das Feuer hätte erwidern können. Um 10:39 kenterte die Bismarck nach Backbord und begann, langsam zu sinken; da ihr keine Wahl blieb, entschied sich die Besatzung, die wasserdichten Türen des Schiffs zu öffnen. Die Bismarck sank mit fliegenden Fahnen. Britische Schiffe konnten etwa 116 Besatzungsmitglieder retten, aber weder Lütjens noch Lindemann fanden sich unter den Überlebenden.

 

Ein Foto des sinkenden Schlachtschiffs, vom Kreuzer Dorsetshire aus aufgenommen

 

Der Angriff auf die Bismarck besteht aus einer Reihe von Zufällen, Unfällen, Fehlern und glücklichen Fügungen. Am Abend des 26. Mai zum Beispiel griff die erste Welle der Torpedobomber versehentlich nicht die Bismarck, sondern das britische Schlachtschiff Sheffield an. Glücklicherweise ging die Sheffield unversehrt aus dieser Begegnung hervor, und die elf Torpedos verursachten keinen Schaden. Einige Stunden zuvor fuhren die Schlachtschiffe Ark Royal und Renown vor dem U-Boot U-556 vorbei, das sich in perfekter Position für einen Torpedoangriff befand. Unglücklicherweise waren alle Torpedos bereits abgefeuert.

 

Überlebende Besatzungsmitglieder der Bismarck gehen an Bord des britischen Kreuzers Dorsetshire

Hitler war durch diesen katastrophalen Ausgang der allerersten Mission des größten deutschen Schlachtschiffs entmutigt. Es war die zweite schwere Niederlage der deutschen Flotte nach dem Verlust des deutschen Kreuzers Admiral Graf Spee. Er wurde im Dezember 1939 im Hafen von Montevideo eingeschlossen und von seiner Besatzung versenkt; das Schicksal der Bismarck war jedoch mit dem der anderen Schiffe nicht zu vergleichen. Alle Operationen mit Überwasserschiffen wurden für einen ziemlich langen Zeitraum eingestellt. Nur im Norden wurden sie fortgesetzt, wo sie allerdings auch nicht viel Erfolg hatten. Hitler war besessen von der Angst, derartig teure Spielzeuge zu verlieren, und dies überwog mit der Zeit jeden gesunden Menschenverstand. Im Verlauf des Krieges führte diese Angst zu dem berühmten Befehl: der Weigerung, mächtige Schlachtschiffe auf Kampfeinsätze zu schicken.

Im Jahr 2002 wurde der Dokumentarfilm Expedition: Bismarck unter der Regie von James Cameron aufgenommen. Die Filmcrew verwendete kleine und wendige Mir-Tauchboote, die das Forschungsschiff Akademik Mstislav Keldysh mitführte.

 

Ken Marschalls Bild der Argo beim erkunden des Wracks der Bismarck



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Veröffentlicht12. Mai 2017 von RabsGirl in Kategorie "Allgemein", "Geschichte w", "World of Warships

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