Oktober 28

World of Warships-Museum: Le Terrible

Kapitäne!

Die Le Terrible im World of Warships-Museum.

Setzen wir unsere Führung durch das World of Warships-Museum fort. Wir haben die Geschichten berühmter Kriegsschiffe zusammengetragen, und auch wenn viele von ihnen im Nebel der Zeit verloren gegangen sind, so leben sie doch durch unser Engagement für das Spiel weiter. Für unser zweites Exponat begeben wir uns auf große Fahrt mit dem schnellsten Zerstörer der französischen Marine, der Le Terrible.

Werft

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Marine Nationale für ihre sehr großen und auch sehr schnellen Zerstörer bekannt. Die Le Terrible wies ganz sicher beide diese Merkmale auf. Das Schiff wurde als einer von sechs Superzerstörern der Fantasque-Klasse in den frühen 1930er Jahren auf Kiel gelegt. Dabei kam der Le Terrible eine Doppelfunktion zu: Sie sollte schnell sein und eine effektive Überwasser-Kampfstärke ausweisen. Sie sollte gegnerischen Zerstörern mit überlegener Feuerkraft begegnen und durch ihre Geschwindigkeit gegnerischen Kreuzern leicht entkommen können. Wenn sie in Gruppenstärke unterwegs waren, sollten die Zerstörer der Fantasque-Klasse bei gegnerischen Kreuzern eine Angriff-und-Flucht-Taktik anwenden und dabei ihre überlegene Geschwindigkeit und ihre schweren Geschütze mit großer Reichweite zu ihrem Vorteil nutzen.

Zu diesem Zweck erhielt sie einen leistungsstarken Antrieb mit 74 000 PS, durch den sie eine konstante Fahrtgeschwindigkeit von 37 Knoten erreichen sollte. Bei ersten Probefahrten konnte die Le Terrible diesen Wert jedoch deutlich übertreffen, indem sie rekordbrechende 45 Knoten fuhr und damit zum schnellsten Überwasser-Großkriegsschiff der Welt wurde. Diesen Titel hält sie bis zum heutigen Tag. Die Le Terrible war zudem wesentlich größer als frühere Zerstörerklassen, was nicht zuletzt durch die neue Bewaffnung auch erforderlich war:

Die Hauptbatterie bestand aus fünf Einzellafetten mit 138,6-mm-Geschützen Mle 1929. Es war ein Alleinstellungsmerkmal der Zerstörer der Fantasque-Klasse, dass sie schon von Grund auf Geschütze mit einer Feuerreichweite von 20 000 Metern hatten. Auf See, während des Gefechts von Dakar, feuerte das Führungsschiff dieser Klasse allerdings ein Geschoss 20 600 Meter weit. Dabei nutzte es seine Rollbewegung im Wasser aus, durch die es einen höheren Höhenrichtbereich der Geschütze erreichte als es die Bauart eigentlich zuließ. Unter idealen Bedingungen konnte das Schiff 12 Granaten pro Minute abfeuern, aber der Munitionsaufzug für den Transport der Granaten war so schwerfällig, dass in der Praxis nur 7 Granaten pro Minute erreicht wurden.

Die Flugabwehr besteht aus vier 37-mm-Geschützen Mle 1933 in Zwillingslafetten. Die Patronen dieser Kanonen waren effektiv gegen schwerere Angriffsflugzeuge und -bomber aus den 1940er Jahren, aber der Nachteil lag in der geringen Feuerrate, die bei der Flugabwehr ein wichtiger Faktor ist: Sie war halbautomatisch, musste mit Hand nachgeladen werden und hatte deshalb eine niedrige Feuerrate. Daher wurden die Le Terrible und andere große Schiffe der französischen Marine 1942 mit automatischen 40-mm-Bofors nachgerüstet.

 

Die schweren Maschinengewehre – französische 13,2-mm-Hotchkiss M1929 – wurden in Zwillingslafetten zur Luftabwehr auf kurze Distanz installiert. Dieses MG wurde auch zur Grundlage der Luftabwehr in der japanischen Marine. Ab den 1940er Jahren erwies sich das MG jedoch als wenig effektiv gegen die immer moderneren Angriffsflugzeuge, weil Kaliber und Reichweite einfach zu gering waren. Daher wurden sie auf der Le Terrible 1942 durch effektivere 20-mm-Oerlikon-Kanonen ersetzt.

In den neun 550-mm-Rohren der drei Drillingstorpedowerfer steckten französische Mle 1923 DT-Torpedos. Mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von knapp unter 40 Knoten hätte die Le Terrible ihren eigenen Torpedos davonfahren können. Im Gefecht von Dakar warf das französische U-Boot einen dieser Torpedos, der zuvor für U-Boote angepasst wurde, auf das britische Schlachtschiff HMS Resolution ab und traf es mittschiffs. Dieser eine Torpedo führte zu einem schweren Wassereinbruch, legte die Hauptbatterie des Schiffs lahm und verursachte eine Reihe elektrische Brände. Dadurch wurde die Resolution für den Großteil des Jahres außer Gefecht gesetzt.


Wehrpass

Die nach einer Tradition der französischen Marine im 17. Jahrhundert benannte Le Terrible nahm im ersten und letzten Kriegsjahr auf Seiten der Alliierten an Einsätzen teil – aber dazwischen von 1940 bis 1942 im Dienst des Vichy-Regimes auch gegen sie. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war die Le Terrible Teil des stärksten Verbands der französischen Marine – dem im Atlantikhafen von Brest stationierten Force de Raid. Zu der Flotte unter Befehl von Admiral Gensoul gehörten die modernen Schlachtschiffe Dunkerque und Strasbourg, der Flugzeugträger Béarn, drei Kreuzer der La Galissonnière-Klasse und acht Superzerstörer.

Die erste wichtige Aufgabe des Verbands bestand in weitreichenden Patrouillen im Nordatlantik, wo sämtliche deutschen Schiffe aufgebracht werden sollten. Am wichtigsten aber war die Jagd auf potenzielle deutsche Überwasser-Kriegsschiffe, wie etwa die Admiral Graf Spee, die seit dem späten September ihre Runden nach Süden drehte. Aber im Frühjahr 1940 änderten sich die Umstände und aus Sorge vor einem Kriegseintritt Italiens auf Seiten von Deutschland verlegte die französische Marine den Force de Raid zum Hafen von Mers-El-Kébir in Französisch-Nordafrika. Wenn alle Stricke reißen, sollte der Verband von dort aus die Kontrolle über den westlichen Mittelmeerraum sicherstellen.

Ab Juni, als die deutschen Truppen immer näher auf Paris vorrückten, schien der Kampf um Frankreich verloren, während der Verband machtlos an der afrikanischen Küste vor Anker lag. Die Briten, die fürchteten, dass der zweitgrößte Flottenverband Europas nach einer Kapitulation Frankreichs den Deutschen in die Hände fallen könnte, stellten Admiral Gensoul in Mers-El-Kébir ein Ultimatum zur Übergabe oder Demilitarisierung seiner Schiffe. Nach seiner Weigerung begann die Force H der Royal Navy von Norden mit dem Beschuss des Hafens, zerstörte das Schlachtschiff Bretagne und sorgte für Chaos bei den französischen Truppen. Die Le Terrible setzte sich umgehend als Eskorte an die Seite des Schlachtschiffs Strasbourg, das Richtung Osten entkommen wollte – knapp vorbei an den britischen 15-Zoll-Granaten, die den Zerstörer Mogador am anderen Ende des flüchtenden Verbands außer Gefecht gesetzt hatten.

Nach der Operation Torch 1942 traten die französischen Truppen in Nordafrika, die seit der Kapitulation gegenüber Deutschland neutral geblieben waren, dem Krieg auf alliierter Seite wieder bei. Die in Dakar stationierte Le Terrible wurde einem großangelegten Programm zugewiesen, um das zu modernisieren, was nach der Massenselbstversenkung in Toulon von der französischen Flotte noch übrig geblieben war. Dazu reiste sie zum Boston Navy Yard, wo sie über mehrere Monate hinweg mit 40-mm-Bofors Flugabwehrgeschützen und der neuesten Marinetechnologie, einschließlich Radar und Sonar, ausgerüstet wurde.

Die Le Terrible hatte den Dienst im Mittelmeer bereits wieder aufgenommen, und 1944 schließte sie sich der 10. Leichten Kreuzerdivision mit ihren Schwesterschiffen Le Fantasque und Le Malin an. Diese neue Klassifizierung als Kreuzer erfolgte als Angleichung an verbündete Marinen, weil sie die Kommunikation erleichterte. Außerdem war die Klassifizierung als „Zerstörer“ kleineren Schiffen vorbehalten und Schiffe der Fantasque-Klasse waren alles andere als klein.

Ihre Nachrüstung erwies sich schon bald als nützlich, als sie 1944 den alliierten Einsatz in Italien unterstütze und gemeinsam mit der Le Malin auf einer nächtlichen Patrouille einen deutschen Versorgungskonvoi entdeckte. Die Le Terrible konnte die Gegnerschiffe mitten in der Nacht durch eine Nebelwand hindurch erfassen und durch ihre überlegene Geschwindigkeit zum entscheidenden Sieg beitragen. Die beiden Patrouillenschiffe konnten mit ihrer Geschütz- und Torpedobewaffnung einen Frachter zerstören und zwei Begleitschiffe schwer beschädigen, ohne selbst Verluste zu erleiden. Im späteren Jahresverlauf nahm sie an der Rückeroberung Südfrankreichs durch die Alliierten und gemeinsam mit dem Kreuzer Émile Bertin an dem Beschuss von Verteidigungsstellungen entlang der Mittelmeerküste teil.

Im Dezember 1944 kam es bei einer Übung vor der Küste Italiens zu einer Kollision mit ihrem Schwesterschiff Le Malin, bei der mehrere Mannschaftsmitglieder starben. Dabei wurden die Aufbauten auf dem Vorderschiff zerstört, deren Reparatur bis zum Ende des Kriegs dauerte. Nach dem Krieg setzte die französische Marine sie als Begleitschiff ein, bis sie 1962 schließlich verschrottet wurde.

Nachbildung der Le Terrible

Tipps für das Schiff:

  • Aktiviert den Motorboost, um die sagenhafte Höchstgeschwindigkeit von 53,8 Knoten zu erreichen. Nehmt dazu noch den einzigartigen Hauptbatterie-Nachladebooster und ihr könnt gegnerische Zerstörer jagen, massiven Schaden verursachen und notfalls schnell flüchten – und das alles in Rekordzeit!
  • Außerdem könnt ihr mit eurem soliden TP-Vorrat mit anderen Zerstörern auf Tuchfühlung gehen, euch in Angriff und Flucht üben und trotzdem in einem Stück in euren Heimathafen zurückkehren.
  • Und denkt an eure starke Torpedobewaffnung aus drei Drillingstorpedowerfern mit einer komfortablen Reichweite von 8 km.

LE TERRIBLE: ADMIRALSPAKET 2 / -26%

  • VIII Le Terrible
  • 1x Spezielle Herausforderung: x3 EP für 25 Gefechte
  • 5 000 Dublonen
  • 5 000 000 Kreditpunkte
  • 1x Hauptbewaffnungs-Modifikation 1
  • 1x Antriebs-Modifikation 1
  • 1x Zielsystem-Modifikation 1
  • 1x Steuergetriebe-Modifikation 2
  • 1x Steuergetriebe-Modifikation 3
  • 75x Motorboost II
  • 75x Hauptbatterie-Nachladebooster II
  • 75x Schadensbegrenzungsteam II
  • 1x Andenkenflagge
Quelle: worldofwarships.eu


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Veröffentlicht28. Oktober 2018 von Sunny in Kategorie "Allgemein", "News w", "Premium-Laden w", "World of Warships

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